Design/Musik

das auge hört mit: klangskulpturen von form+ton

form und ton

Wer bei der Audioausgabe Wert auf außergewöhnliches Design legt, ist beim Designer und Konstrukteur Harry Roloff genau an der richtigen Adresse. In seinen Händen entsehen Klangkörper mit besonderer Optik. Ein Genuss für Augen und Ohren.

Dröge Lautsprecher-Boxen bieten ja nicht gerade den schönsten optischen Genuss, den man sich vorstellen kann. Jetzt mag man meinen, dass es beim Hören ja schließlich um die Ohren geht, aber am Ende baut ästhetischer Genuss auf einem ganzheitlichen Empfinden auf. Will heißen – das Auge ist nicht nur mit, es hört sogar mit. Denn was könnte es schöneres geben, als ein Jazzkonzert, das man in den eigenen vier Wänden von der „Dicken Berta“ vorgetragen bekommt?

So heißt nämlich eine der individuellen Klangkörper aus der Werkstatt von Form+Ton. „Berta“ gesellt sich herrlich in die Reihe formschöner Horn- und Designerlautsprecher mit weiteren Namen wie „Ixolino“, „Rapanui“ oder „Tubaski“ – allesamt organisch-wirkende Skulpturen von beeindruckender Größe, die im Raum Platz nehmen, wie Wesen aus einer anderen Welt.

Besonders beeindruckend ist die Bauweise dieser Klangkörper. Einige Modelle werden beispielsweise aus einer Leichtbetonmischung per Handarbeit Stück für Stück aufgebaut. Es gibt keine Formforlagen, so ist jede Skulptur ein Unikat.

Interessanterweise erlebt auch bei Form+Ton die Konstruktionsweise der Hornlautsprecher ein Revival. „Tubaski“ ist beispielsweise ein solches sogenanntes „Rearloaded-Horn“ – eine Bauform, die man noch aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts kennt und sich inzwischen wieder zunehmender Beliebtheit erfreut.

Ich empfehle dringend einen Besuch auf der Homepage von Form+Ton, um sich ein eigenes Bild von den Schmückstücken zu machen. Optisch haben sie mich in jedem Fall schon überzeugt. Aber wie sieht es mit den technischen Details zur Klangwiedergabe aus?

„Die kleineren Modelle Ixo, und Oxolino für kleinere bis mittelgroße Räume, Gewicht 30-50 kg, ca. 80-82 dB (2,83 V, 1m).
Der 10-13 cm Breitbänder bzw. Koaxtreiber spielt bis ca.150 Hz. und wird dann vom „Downfire- Subbass“ ergänzt. Sehr gute Räumlichkeit, schöne Stimmenwiedergabe, rundes Klangbild.

Die größeren Rapnui, wie z.B. die „Dicke Berta“können lauter und dynamischer und sind für größere Räume gedacht, je nach Chassisbestückung bis ca. 93 dB (2,83 V,1m) „Berta“ wird im Bassbereich allerdings Aktiv unterstützt, von einer Pa- Endstufe seperat angefeuert, mit 2×30 cm Bass- Chassis in Push-Pull Anordnung. Der obere Teil (20er Breitbänder mit Hochtonergänzung Omnidirektional) wird vorzugweise von einem schönen Röhrenverstärker angetrieben. Berta?s Gehäuse ist 3- geteilt und wiegt weit über 100 kg. Livehaftiges angenehm warmes Klangbild, phänomenale Räumlichkeit, Klasse. Das aufwendigste aber auch außergewöhnlchste Gehäuse ist das der Hörner. Die kleineren Modelle mit 13er Breitband oder 17er Koax- Chassis können ca. 85 dB (2,83 V, 1m), 60 Hz, diese Hörner sind schon sehr dynamisch, gegen die größeren wirken sie allerdings fast schon softig.

Was bei den größeren Hornmodellen abgeht muss man selbst einmal gehört haben, mit 20er Lowther, oder 25er Ciare Pa-Cassis, knüppelhart aufgehängt, mit riesigen Antriebssystemen ausgestattet, liefern diese eine Vorstellung ab, wie man es wirklich nur von Live- Konzerten kennt. Schlagzeug, Percussion kommt so direkt und hart, daß das Zuhören ein wahrer Spaß ist. Tubasko- Brutale und Tubasko- Infernale halt! 95 dB und mehr, absolut Röhrentauglich, spielt bis ca. 70 Hz. Hierfür muss man erst einmal Bass- Partner finden der Laut und schnell genug mithalten können. Ich verwende Aktiv angefeuerte 46er in den unterschiedlichsten Gehäuse-Variationen, allerdings wenn möglich im Zimmer versteckt.

Die Frequenzgänge der Lautsprecher sind alle linear eingestellt, mit minimalistischer Weichenschaltung, und Wochenlang auch nach Gehör getestet. Die Gehäuse bestehen innen aus Kunststoff und außen aus Metallverstärktem Leichtbeton. Verschiedene Strukturen und Farbgebungen sind möglich. Es gibt keine Gießvorlage, die Gehäuse werden von Hand individuell aufgebaut.“

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