Musik

usb tape express: save the cassette!

+ Der Ion Tape Express rettet wahrscheinlich einer ganzen Generation an Kassettenmädchen heißgeliebte musikalische Erinnerungen ihrer Jugend.

1979 bracht Sony den ersten Walkman auf den Markt, der Siegeszug der Compact Cassette war nicht mehr zu stoppen. In frickeliger Kleinstarbeit wurden die Lieblingssongs dieser Zeit aus Radiomitschnitten zusammengebastelt. Da bedeuteten 60 Minuten Abspielzeit noch harte Arbeit, die sich bisweilen über Tage hinzog. Wehe dem, der Moderator wagte sich, den musikalischen Abspann nicht sauber auslaufen zu lassen oder gar noch dazwischen zu quasseln! Und wenn der UKW-Empfang mal wieder streikte oder empfindlich auf vorbeiknatternde Fahrzeuge reagierte, war die ganze Arbeit umsonst. Dann konnte man nur noch zurückspulen und auf die nächste sich bietende Gelegenheit warten.

Davon kann man heute fast gar kein Lied mehr singen. Heute bunkern wir Musik in Gigabite-Dimensionen und könnten durchgängig wochenlang unsere Festplatte trällern lassen, ohne auch nur einen Song doppelt hören zu müssen (nicht, dass uns das ob der gigantischen Massen überhaupt noch auffallen würde). In diesen Zeiten, in denen Musik bisweilen zum auditiven Fastfood verkommt, ist es doch schön, wenn man sich noch an die gute alte Zeit erinnern kann.

Aber die wenigesten, die noch musikalische Schätze in Form von Audiokassetten zu Hause liegen haben, besitzen noch ein entsprechendes Abspielgerät. Mit dem USB Tape Express lassen sich die Tapes ganz easy auf die Festplatte kopieren. Und endlich kann man sich wieder die Hits der 80er in Originalqualität anhören! Oder noch besser: die ersten Versuche, mittels Record-Taste und eingebautem Schmalspur-Micro dem Traum vom Popstar näher zu kommen. Egal ob vollgequasselte, besungene oder musikbespielte Lieblinge – es ist Zeit, sie in die digitale Welt zu überführen.

Quelle: sowaswillichauch.de

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Ein Kommentar zu “usb tape express: save the cassette!

  1. Na klar kann ich mich noch erinnern. Tonnen an Depeche Mode-Kassetten, die ich alle beim vorvorletzten Umzug weggeschmissen habe.

    Das kleine Gerätchen ist ganz nett, aber zeigt eine Problematik auf in die wir im sog. Informationszeitalter rennen. Unsere Datenträger altern und die Abspielgeräte gehen verloren. jeden Tag gehen unzählige Werke verloren, nur weil man die Medien nicht mehr lesen kann.

    Wie mit dem kleinen Gerätchen die Werke in ein anderes Format (und dazu noch ein viel komplizierteres Format) zu konvertieren, ist sicher keine dauerhafte Lösung.

    Somit bürden wir unseren Nachkommen die Last auf, unsere Werke ständig und ständig ins nächste Format zu retten – hoffentlich ohne Qualitätsverluste – und das bei schneller werdenden Zyklen der Formate.

    Tonbnder haben 40 Jahre gehalten. CD und Kassette haben 20 Jahre gehalten, DVD nur noch 10 Jahre.

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